Montag, 10. November 2014
Beschissenste Zeit
Tja ich hab mich dann auch mal entschieden, sowas wie nen 'Blog' zu eröffnen, einfaach um meine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben und meine Sicht zu dem Austauschjahr meiner Freundin zu verdeutlichen. Wer Zugriff zu dem Blog erhält, von Bekannten, Freunden, Familie weiß ich nicht, in erster Linie ist er nur für mich selbst.

Fangen wir mal beim Tag an, an dem sie gegangen ist. Ich habe sie an ihrem Haus verabschiedet, habe eine letzte Nacht mit ihr gemeinsam verbracht, bin mit ihr zusammen aufgestanden und hab sie zum Auto begleitet und mich verabschiedet. Alles schien schön und machbar und war noch nicht realisiert. Der kurze Heimweg war sehr lang, ich musste unterwegs anhalten, bin auf die Knie gefallen und habe bitterlich geweint. So langsam begann ich zu realisieren was mir bevor steht. Dann erstmal Heim ins Bett und versuchen zu schlafen, es war 4.23...

Danach verging die Zeit sehr langsam und schleppend, Arbeit hat mich angekotzt und nicht abgelenkt, meine Gedanken waren stöndig bei Ihr, wir waren fast jede Minute zusammen unterwegs und es fehlte einfach nur alles...

Die Tage gingen langsam dahin, wir schrieben doch sehr viel, alles war schön, es ging mir gut und ihr auch, wir hatten viele schöne Worte füreinander und es war trotz der langen Zeit und langen Distanz schön.

Dann kam mein Loch, die Welt war am Ende, ich war am Ende und ich wollte nicht mehr, ich habe sehr oft mit dem Gedanken mein Leben zu beenden gespielt, aber ihre aufbauenden und liebevollen Worte haben mir doch immer wieder gezeigt, wir schaffen das. Dann nach einiger Zeit hab ich mich aufgerafft, leider mit einem Opfer, was sich Gewichtsverlust nennt. Ich war vorher schon nicht sehr viel doch jetzt bin ich noch weniger und zunehmen war bei mir schon immer sehr schwierig, ich werds schon irgendwie packen.

Der doch relativ gute und häufige Kontakt war sehr aufbauend, auch die Skype Abende obwohl wir uns nur in der flimmer Kiste gesehen haben und nicht bei einander sein konnten war es dennoch sehr schön, den Menschen den man über alles liebt zu sehen und mit ihm sprechen zu können.

Nun sind schon etwas über 2 Monate rum, und ihr Loch beginnt.
Sie distanziert sich, lässt mich nicht an sich heran, schreibt relativ 'kalt' aber dennoch mit den liebevollen Worten. Ich habe Angst, es sind einige Worte gefallen, die mir sehr zu bedenken geben, aber ich werde hier warten. Denn sie bedeutet alles für mich und sie war immer diejenige die gesagt hat, wir schaffen das, Kontaktabbruch/Einschränkungen lässt sie nicht zu bringen uns nicht weiter helfen ihr nicht doch jetzt ist es so. Ich hoffe es geht schnell vorrüber und wir können wieder relativ normal und häufig schreiben.

Es ist eine verdammt harte und beschissene Zeit, und sie dauert noch an, aber sie wird vorrüber gehen und dann sehen wir weiter. Mein Entschluss steht fest und ich hoffe ihr geht es genauso, den Worten und Versprechen nach zu urteilen wird es auch gut werden, auch wenn ich es nicht aushalte.

Sie fehlt mir extrem und das tut weh und der reduzierte Kontakt zehrt extremst an meinen Kräften. Mir hilft es nicht aber wenn es ihr hilft dann soll es so sein. Angst und Sehnsucht werden dadurch bei mir nur noch schlimmer.

So das wars erstmal, relativ kurz gefasst aber ich kann keine Worte für das finden was abging/abgeht/gefühlt wird.

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